KPop Demon Hunters
von Ivalina
Mit KPop Demon Hunters bringt Sony Pictures Animation einen ungewöhnlichen Genremix auf die Leinwand: Popmusik trifft auf Dämonenjagd, Glitzer auf dunkle Mythen. Der im Juni 2025 erschienene Animationsfilm erzählt die Geschichte einer erfolgreichen K-Pop-Girlgroup, die neben ihrem Showgeschäft heimlich gegen übernatürliche Kräfte kämpft. Seit seiner Veröffentlichung auf Netflix hat der Film weltweit große Aufmerksamkeit erregt und gilt als einer der erfolgreichsten Streaming-Titel des Jahres. KPop Demon Hunters vereint koreanische Popkultur, Fantasy-Elemente und moderne Animation – und zeigt, wie sich Unterhaltungskino zunehmend global vernetzt. Doch woher kommt dieser große Hype? Wie kommt es, dass ein Film, der nur durch einen Trailer und Teaser auf Netflix beworben wurde, plötzlich einen so riesigen Erfolg hat?
Am 23. August 2025 wurde der Film erstmals auf Netflix veröffentlicht, wo er schnell viele Rekorde brach. Er ist der erste Film, der auf Netflix über 300 Millionen Abrufe erreichte, mehr als jeder andere zuvor.
Welche Faktoren tragen jedoch zu diesem Erfolg bei? Zum einen wäre da der visuelle Stil. Der Film verwendet einen expressiven und kreativen Animationsstil, der auch ein erwachsenes Publikum anspricht. Auch die einzigartige Idee spielt eine große Rolle, da das Konzept einer K-Pop-Girlgroup, die mit ihrer Musik Dämonen bekämpft, originell und fesselnd ist. Das vielfältige Publikum ist auch erwähnenswert: Eigentlich kein traditioneller Anime-, sondern eher ein Kinderfilm, spricht er sowohl K-Pop- als auch Anime-Fans allen Alters an.
Der fesselnde Soundtrack ist ein weiterer nicht unerheblicher Grund. Mit tanzbaren Songs und Hits wie „Golden“ oder „Your Idol“, die es sogar international in die Musikcharts geschafft haben, bleibt der Film länger im Kopf und verursacht bei so manch einem einen Ohrwurm. Der Film nutzt strategisch den Hype um koreanische Popmusik und zieht letztendlich nicht nur mit einer beliebten Gruppe, deren Songs integriert werden, viele K-Pop-Fans an.
Auch die Charaktere und Themen sind spannend: Die Hauptcharaktere Rumi, Mira und Zoey verkörpern Stärke und Selbstbestimmung und zeigen Mitgefühl für andere, was bei dem jungen Publikum gut ankommt. Auch Themen, die gut auf alltägliche Situationen übertragbar sind, begeistern viele Zuschauer, da sich viele dadurch mit den Protagonisten identifizieren können. Der Film kann als Metapher für den Umgang mit psychischen Problemen wie innerer Unruhe oder dem Gefühl des „Nicht-gut-genug-Seins“ interpretiert werden, das besonders junge Zuschauer oft anspricht und Mut macht, nicht aufzugeben.
Um diesen Erfolg zu behalten, plant Netflix, den Erfolg als Franchise auszubauen, was weitere Fortsetzungen, ein Musical oder eine Serie umfassen könnte. Viele Nachrichtenseiten berichten auch, dass ein erstes Sequel 2029 erscheinen soll. Trotz der langen Wartezeit, die der aufwändigen Produktion geschuldet ist, freuen sich viele Fans sehr darauf.